Ratgeber fürs Fotoshooting

Styling GuideDein bester Auftritt

Kleidung, Schuhe und Make-up bestimmen mit, wie wohl Du Dich vor der Kamera fühlst – und das sieht man auf den Bildern. Hier findest Du die wichtigsten Grundlagen, eine Orientierung nach Körper- und Farbtyp sowie eine Make-up-Empfehlung Schritt für Schritt.

Die Grundlagen

Worin Du Dich wohlfühlst.

Ein Fotoshooting ist eine schöne Gelegenheit, Erinnerungen festzuhalten und Deine Persönlichkeit auszudrücken. Die Kleidung, die Du wählst, sollte vor allem zu Deinem persönlichen Stil passen – Du sollst Dich darin wohl und selbstbewusst fühlen, denn genau das strahlst Du später auf den Fotos aus.

Ein paar allgemeine Empfehlungen helfen dabei, dass Du und Dein Pferd im Mittelpunkt stehen und nicht das Outfit:

  • Vermeide zu grelle Farben, extreme Muster und große Logos – sie lenken vom Motiv ab.
  • Stimme die Art der Kleidung auf Anlass und Ort des Shootings ab.
  • Beim Shooting mit Tier gilt: praktisch, bequem und nicht zu empfindlich gegenüber Schmutz oder Haaren. Prüfe vorab die Reinigungshinweise Deiner Kleidungsstücke.
  • Setze auf zeitlose Stücke statt kurzlebiger Trends – Du sollst auch in einigen Jahren noch Freude an den Bildern haben.

Gerne besprechen wir Deine Outfitwünsche schon vor dem Termin und bringen auf Wunsch eine Umziehmöglichkeit mit, sodass Du verschiedene Looks in Ruhe ausprobieren kannst.

Fotoshooting mit Kleid

Eleganz auf und neben dem Pferd.

Für ein Fotoshooting mit Kleid und Pferd gibt es einige Besonderheiten. Ob Spitzen-, Umstands- oder Abendkleid: Wähle ein Kleid, das nicht zu voluminös ist. So kannst Du Dich frei bewegen und der Stoff fällt auf dem Pferd schön. Reifröcke und enge Korsagen funktionieren erfahrungsgemäß nur am Boden neben dem Pferd; lange Schleier oder Schleppen sind mit etwas Organisation und einer zusätzlichen helfenden Hand vor Ort kein Problem.

Auch der Pferdetyp spielt eine Rolle: Zu Warmblütern passen schlichte, elegante Kleider oft besonders gut, während Kaltblut- und Barockpferde auch aufwendigere Roben tragen.

Schnitt

Kleidung passend zu Deinem Körpertyp.

Der Schnitt betont Deine Figur und hebt Vorzüge hervor. Gut sitzende Kleidung ist weder zu eng noch zu weit und schränkt die Bewegung nicht ein. Wer seinen Körpertyp kennt, kann Schnitte, Farben und Muster gezielt wählen.

Fünf weibliche Körperformen im Vergleich: X, A, V, H und Babybauch
Die fünf Körperformen X, A, V, H und Babybauch im Überblick.

X-Typ – Sanduhrform

Schmale Taille, Schultern und Hüften etwa gleich breit (ca. 20 % der Frauen). Die Taille darf betont, die Kurven gezeigt werden – farblich bist Du frei.

Empfehlung: Oberteile mit V- oder Herzausschnitt bzw. Taillengürtel, figurumspielend; schmale oder leicht ausgestellte Hosen, Röcke in leichter A-Linie; Etui- oder Wickelkleider; Stilettos oder Riemchensandalen mit spitzer Kappe.

A-Typ – Birnenform

Schmaler Oberkörper, breitere Hüft- und Oberschenkelpartie (ca. 30 %). Den Oberkörper betonen, den Unterkörper kaschieren.

Empfehlung: hellere oder gemusterte Oberteile mit Details, locker-tailliert; Hosen und Röcke in dunklen, gedeckten Tönen, Röcke knielang in A-Linie; Kleider mit A-Linie oder schwingendem Rock; kniehohe Stiefel oder Ankle Boots mit Absatz.

V-Typ – Apfelform

Breiterer Oberkörper, schmale Hüfte und Beine (ca. 10 %). Oberkörper entschärfen, Unterkörper betonen.

Empfehlung: locker fallende Oberteile in gedeckten Tönen; hellere oder gemusterte Hosen und Röcke, weit geschnitten oder in Glockenform; Kleider mit lockerem Unterteil; Pumps oder Spitzpumps mit spitzer Kappe.

H-Typ – Rechteckform

Wenig ausgeprägte Taille, Schultern und Hüften ähnlich breit (ca. 40 %). Mit Taillenbetonung lassen sich Kurven zaubern.

Empfehlung: Oberteile in Wickeloptik, mit V-Ausschnitt oder Taillengürtel; Hosen schmal oder im Bootcut, Röcke in leichter A-Linie; Etui- oder figurbetonte Kleider; Ankle Boots oder kniehohe Stiefel.

B-Typ – Babybauch

Die beste Zeit für ein Babybauchshooting liegt zwischen der 30. und 36. Schwangerschaftswoche. Empire-Kleider, die unter der Brust enden und luftig fallen, schmeicheln besonders; Wickelungen und ein V-Ausschnitt lenken den Blick auf den Bauch. Bei teilweise freiem Bauch eignen sich zarte Stofftücher oder transparente Spitze. Achte auf bequeme, nicht einschnürende Schuhe – im dritten Trimester maximal etwa 5 cm Absatz.

Schuhe

Die richtige Absatzhöhe.

Die Absatzhöhe beeinflusst maßgeblich Deine Körperhaltung. High Heels wirken oft elegant, sind aber nicht immer die beste Wahl – entscheidend sind Anlass und gewünschte Ausstrahlung.

Drei Frauen zeigen die Wirkung unterschiedlicher Absatzhöhen auf die Körperhaltung
Wie sich die Absatzhöhe auf Haltung und Wirkung auswirkt.
  • Niedrige Absätze (flach bis leicht erhöht): verändern die Haltung kaum, wirken entspannt und natürlich. In Deutschland rund 70 % der verkauften Damenschuhe.
  • Mittelhohe Absätze (ca. 3–7 cm): neigen das Becken leicht nach vorn, betonen die Taille und vermitteln eine aufrechte, selbstbewusste Haltung. Etwa 20 %.
  • Hohe Absätze (ca. 7–12 cm): betonen Taille und Po deutlich, strecken die Silhouette. Etwa 8 %.
  • Sehr hohe Absätze (über 12 cm): sehr ausdrucksstarke Wirkung, erfordern aber Routine, damit die Haltung natürlich bleibt. Etwa 2 %.

Farbe

Dein Farbtyp nach dem 4-Jahreszeiten-System.

Farben und Muster sollten harmonisch zu Hautton und Augen passen. Das 4-Jahreszeiten-System mit seinen zwölf Farbtypen ordnet Menschen nach Haut-, Haar- und Augenton ein. Eine kurze Orientierung:

Die vier Farbtypen Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit passenden Farbpaletten
Die vier Grund-Farbtypen mit ihren charakteristischen Paletten.

Frühling – warm & klar

Goldener Unterton, mittlere Kontraste. Es stehen warme, leuchtende Farben wie Apricot, Koralle, Türkis oder Goldgelb; hellere Untertypen tragen Pfirsich, Mintgrün, Lavendel oder Himmelblau, klarere Typen Tomatenrot, Smaragdgrün oder Marineblau.

Sommer – kühl & gedämpft

Rosiger, kühler Teint. Passend sind kühle, harmonische Töne wie Flieder, Rosé, Silbergrau oder Taubenblau; weichere Untertypen greifen zu Pflaume, Moosgrün, Taupe oder Altrosa.

Herbst – warm & erdig

Goldener bis elfenbeinfarbener Teint, oft rötliche Haare. Erdige, gedeckte Farben wie Rostrot, Senfgelb, Olivgrün oder Schokoladenbraun; dunklere Typen tragen Bordeaux, Smaragdgrün oder Marineblau, weichere Terrakotta, Khaki oder Creme.

Winter – kühl & kontrastreich

Kühler Unterton, klare Kontraste. Es stehen Eisblau, Fuchsia, Silber oder Weiß; je nach Untertyp auch Tomatenrot und Smaragdgrün oder dunkle, satte Töne wie Bordeaux und Olivgrün.

Beim Shooting mit Tier lohnt es sich, die Fellfarbe einzubeziehen: Zu einem braunen Pferd passen Beige, Türkis, Weiß, Rot und Gold, zu einem schwarzen Pferd Rot, Blau, Silber, Rosa und Weiß; bei einem Schimmel bist Du farblich nahezu frei.

Accessoires

Kleine Akzente, große Wirkung.

Schals, Hüte oder dezenter, aufeinander abgestimmter Schmuck setzen optische Höhepunkte. Ein Tipp: Greife bei Steinen oder Perlen Deine Augenfarbe auf – so zieht der Blick des Betrachters eher zu Deinen Augen. Beim Shooting mit Tier wirkt es harmonisch, wenn das Schmuckmetall die Metallelemente der Ausrüstung (Sattel, Halsband, Stirnriemen) aufgreift. Für ein Babybauchshooting sind persönliche Dinge wie Ultraschallbilder, Babyschuhe oder ein Schnuller schöne Akzente.

Make-up

Eine Empfehlung Schritt für Schritt.

Make-up ist Typsache und sollte zu Anlass, Kleidung und Ort passen. Besonders wichtig ist die Haltbarkeit: Fotoshootings dauern, daher sind langhaltende und – gerade im Sommer – wasserfeste Produkte zu empfehlen. Plane etwa 25 Minuten ein.

  1. Gesichtspflege

    Haut gründlich reinigen, Feuchtigkeit spenden und einen Primer auftragen. Verzichte am Shooting-Tag auf scharfe Peelings und auf Cremes mit Lichtschutzfaktor – Letztere reflektieren das Blitzlicht und lassen die Haut glänzen.

  2. Foundation

    Eine zum Hautton passende Foundation mit guter, aber nicht deckender Wirkung mit dem Schwämmchen einklopfen. Kein Farbunterschied zwischen Gesicht und Hals; gelbstichige Töne wirken auf Fotos natürlicher als rosastichige. Concealer eine Nuance heller unter den Augen.

  3. Contouring

    Natürlichkeit zählt – nicht zu stark formen. Konturpuder unter den Wangenknochen, an Schläfen und Haaransatz sorgfältig verblenden, Rouge dezent auf die Wangenknochen, anschließend etwas flüssiger Highlighter auf Wangenknochen, Nasenrücken und Lippenbogen.

  4. Augen

    Weniger ist mehr: drei abgestufte Lidschattentöne weich verblenden (hellster Ton innen, dunkelster außen). Lidstrich in warmem Dunkelbraun, Grau oder Marineblau, Wimperntusche in mehreren Schichten, Augenbrauen dezent betonen.

  5. Lippen

    Lippenstift von der Mitte nach außen auftragen, Kontur weich verblenden. Dunklere Farben geben Tiefe, hellere wirken natürlich; ein Lipliner verhindert Auslaufen und kann die Lippen optisch größer oder kleiner wirken lassen.

  6. Abschluss & Kontrolle

    Mit transparentem Puder mattieren (Stirn, Nase, Kinn) und das Ergebnis im Tageslicht prüfen, bevor es zum Shooting geht.

  7. Während des Shootings

    Transparentes Puder und einen kleinen Spiegel mitnehmen, um Glanzstellen vor Ort auszugleichen.

Hinweis: Diese Empfehlungen sind als Orientierung gedacht. Am Ende zählt, dass Du Dich rundum wohlfühlst – gerne beraten wir Dich vor dem Termin individuell zu Kleidung, Make-up und der Machbarkeit von Kleidern auf dem Pferd.

Photographie mit Herz

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Erzähl uns von Deinen Outfit-Ideen und Deinem Pferd – wir beraten Dich gerne und planen den Termin gemeinsam.